Kognitive Verhaltenstherapie
Die Kognitive Verhaltenstherapie (KVT) ist eines der drei kassenanerkannten Richtlinienverfahren in Deutschland und wird sowohl von gesetzlichen als auch von privaten Krankenversicherungen vollständig übernommen.
Individuelles Störungsmodell
Am Anfang steht ein gemeinsam erarbeitetes, individuelles Modell darüber, welche Faktoren zu Ihrem Anliegen beigetragen haben und welche es aufrechterhalten. Solche Modelle sind meist „bio-psycho-sozial“ angelegt, beziehen also körperliche, psychische und soziale Faktoren gleichermaßen ein.
Fokus auf die Gegenwart
Die KVT richtet den Blick vor allem auf die aktuell aufrechterhaltenden Bedingungen eines Problems – weniger auf dessen Entstehungsgeschichte. Gearbeitet wird also überwiegend im Hier-und-Jetzt.
Verhaltensänderung als Kernstrategie
Im Zentrum steht häufig das Erkennen und Verändern von Verhaltensweisen, die kurzfristig Erleichterung verschaffen, das Problem aber langfristig aufrechterhalten. Beispiele hierfür sind Vermeidungsverhalten bei Phobien, Waschzwänge bei Zwangsstörungen, sozialer Rückzug bei Depression oder wiederholte Arztbesuche bei Krankheitsangst.
Wissenschaftlich fundiert
Die KVT gilt als das am umfassendsten erforschte und in Studien erfolgreichste aller verfügbaren Therapieverfahren. Auch biografische Erfahrungen werden einbezogen, wo es sinnvoll ist – stets jedoch mit dem Ziel, daraus konkrete Schritte für die Gegenwart abzuleiten.